Stift und Stadt, eine über die Jahrhunderte nicht einfache Beziehung!


994 verleiht Otto III, dessen Tante zu dieser Zeit Äpptissin des Damenstiftes ist, das Münz-, Markt- und Zollrecht an das freiweltliche Damenstift auf dem Burgberg, von diesem wurde daraufhin in die Bodeaue hinein der Grundstein für die spätere Stadt Quedlinburg gelegt. Zu dieser Zeit wird im Bereich Quedlinburg allerdings schon lange gesiedelt, erste Siedlungen können auf Grund archäologischer Funde in die Altsteinzeit datiert werden. Die ersten Siedlungen fanden sich allerdings auf höhergelegenen Gelände.
Eine Warmphase in Europa macht das Siedeln Ende des 10 Jahrhunderts im Auenland möglich, allerdings als sich das Klima wieder abkühlte, wurde der Hauptlauf der Bode verlegt. Von Hochwassern war die Stadt allerdings bis zum Bau der Rappbodetalsperre regelmäßig betroffen.
Um 1000 herum gegründet, formierte sich im Laufe der nächsten zweihundert Jahre das Bürgertum und erlangte einen höheren Grad an Eigenständigkeit und die ersten Privilegien. Bürgerliche Emanzipationsbewegungen gab es im Lauf der Zeit nicht wenige, wovon eine der größten im Jahre 1477 mit einem folgenreichen Debakel für die Stadt endete. Die damalige Äbtissin konnte ihre Position gegenüber der Stadt festigen und ausbauen.
Das Verhältnis von Stift und Stadt ist Gegenstand einer ca. zweistündigen Führung, vorbei an Bauten aus den verschiedensten Jahrhunderten, welche heute noch von den verschiedenen historischen Veränderungen zeugen, geht es durch die historische Altstadt, dem Stiftbereich, bis auf den Burgberg, mit seiner spätromanischen Stiftskirche und dem Schloss aus der Zeit der Renaissance.

Dauer: ca. 120 min

Preis pro Teilnehmer: 6,00 €
Mindestpreis pro Gruppe: 80,00 €

Thema: Stift und Stadt, eine über die Jahrhunderte nicht einfache Beziehung
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